Zofen – Einleitung – Wissenswertes

Die klassische Zofe

Der Begriff Zofe rührt vom Mittelalter her, seit dieser Zeit gab es nur zwei wesentliche Veränderungen in diesem Bereich.

Der Ursprung Zofe:

Im Mittelalter war es so, dass ein adeliges Mädchen immer verheiratet sein sollte. Wenn es für das adelige Mädchen keine passende Partie zum Heiraten gefunden wurde, lebte es entweder in der eigenen Familie oder als Hofdame, Edelmagd (später als Zofe oder Kammerjungfer bezeichnet) an einem anderen Hof. Um Zofe zu werden, gab es gewisse Voraussetzungen, die ein Mädchen erfüllen musste.

Eine Zofe hatte ihrer Herrin nicht nur treu ergeben zu sein, sondern sie musste auch bestimmte Qualitäten und Kenntnisse aufweisen können, um den Stand einer Zofe ausüben zu dürfen. Zu diesen Zugangsvoraussetzungen zählten Schönheit, Anmut und Geschmack in Bezug auf Kleidung und Schmuck, ein gewisses Unterhaltungstalent, sowie Witz, Verstand und Bildung, gutes Benehmen, ein würdiges Auftreten und Taktgefühl, als auch ein heiteres Wesen, geprägt von Sanftmut, Güte und Bescheidenheit, sollten die Tugenden einer Zofe ausmachen. Zu alledem musste sie absolute Diskretion und Disziplin bewahren können, da sie sich stets im engsten Kreise der Adelsfamilie aufhielt.

Eine Zofe hatte ihrer Herrin bei der Morgentoilette zu helfen und diese beim Auswählen und Anlegen von Schmuck und Kleidern zu beraten. Das Auftragen der Speisen, die Bedienung beim Essen, ebenso wie das Planen und Organisieren von Feierlichkeiten. Helfen beim Nähen von Kleidungsstücken war selbstverständlich. Oft fungierte die Zofe als Vermittlerin oder Überbringerin von Botschaften und teilweise war ihr auch das Verhandeln mit Händlern und Kaufleuten gestattet. Sie war Gesellschafterin bei Ausritten und auf der Jagd und Begleitung bei Festlichkeiten und auf Reisen. Die jungen adligen Frauen lernten auf diese Weise Haushaltsführung und Wirtschaften. Die Zofe war somit das weibliche Äquivalent eines Junkers, wobei sie nicht der Waffenpflicht unterstand.

Die erste Veränderung im Wandel des Zeitalters

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Zofe viel mehr zu einem Beruf und verhalf auch zu einem sozialen Ansehen in der Gesellschaft, da die Mädchen eine spezielle Anrede bekamen. Sie wurden von anderen von fort an mit Fräulein Kammerzofe [der Nachname] angeredet. Die Zofe erhielt im Hause der Lady freie Kost und Unterkunft so wie einen Lohn. Die Tätigkeiten der Zofe in dieser Zeit kam dem Hausmädchen immer näher und beinhaltete, das die Kleidung der Lady immer korrekt gepflegt waren; das hieß waschen bügeln und nähen. Kosmetik und Frisieren waren nun ein Hauptbestandteil geworden, so wie die alten Aufgaben des Ankleiden und Endkleiden der Lady. Der Dienst war hier bei auch erst beendet wenn die Lady sich zur Nachtruhe begeben hat. Falls die Zofe bei abendlichen Veranstaltungen nicht an der Seite der Lady war, so wurde vorausgesetzt, dass Sie aufblieb bis die Lady wieder zurück kehrte um Ihr dann aus der Kleidung zu helfen. In dieser Zeit wurde die Zofe, wie auch im Mittelalter, auf Reisen mitgenommen um sich dort auch um Lady zu kümmern und Ihr beiseite zu stehen.

Die Zofe heute in der BDSM-Szene

Noch Heute gibt es auf der Welt in Herrenhäuser eine Zofe – besonderst weit verbreitet in England – wo nach wie vor auch die typischen Hausmädchen so wie Butler-Schulen existieren. Die Zofe im klassischen Sinn findet man seit einigen Jahren in der BDSM-Szene wieder. Dort ist es das Spiel mit der Unterwerfung und wird besonderst von Menschen bevorzugt, die die klassische Dominanz und Demut (Kurzform D/S) ausleben. Die Tätigkeiten unterscheiden sich zur klassischen Zofe kaum und wird auch nach wie vor angestrebt. Im Rahmen des BDSM’s ist vor allem die Ausbildung zur Zofe der Schwerpunkt. Die Kleidung hat sich auch hier gewaltig geändert und unterliegt meistens der bestimmten Vorlieben der jeweiligen Personen und besondere Wünschen der Lady, es wird von der Auslebung eines Fetisch geredet und findet so auch die Anwendung. Der größte Unterschied zur Zofe im klassischen Sinne ist das es sich um eine Auslebung seiner persönlichen Neigung handelt und alles auf freiwilliger Basis gemacht wird, im Gegensatz des Hausmädchens das in vielen Ländern ein anerkannter Beruf ist.

Autorin: Betty

Bookmark/share via AddInto


Textbewertung:
0 x bewertet





Deine Stichworte
Was meinst Du: welches Stichwort passt am besten zu diesem Artikel?

Stichwort(e) für diesen Artikel:



Verwandte Artikel:
» Zofen
» BDSM-Lexikon: Zofe
» Zofenmarkt – Zofen Kontaktanzeigenmarkt
» Der neue Zofenmarkt ging online – www.zofenmarkt.net!
» Die Spiel und Lebensart von SM


Artikel wurde veröffentlicht am: Dienstag, 22. August 2006
Anzahl Artikel-Aufrufe: 3,839 Artikelaufrufe
Kategorie/n: Allgemein
Artikel verschicken: Seiteninhalt verschicken Seiteninhalt verschicken
Artikel drucken: Seite drucken Seite drucken
Link zum Artikel: Zofen – Einleitung – Wissenswertes

Was meinst Du zu diesem Text? Hinterlasse einfach einen Kommentar!

interssante Angebote / Anzeigen

Berni & Ert   

Archiv

letzten 3 News

Anzeige | Linktipp

BDSM-Aufgaben

Anzeigen