Endstation

Toter Blick zum Horizont
stummes Leid ertragend
aus wasserklaren Augen
laufen Tränen in ihr Tal

Farbe verlässt mich
weicht grauem Nebel
Fiktion einer Melodie
von Erinnerungen genährt

Scherben meiner Seele
tropfen mit der Zeit
zwischen Baumruinen
auf’s Abstellgleis

Autor: Kerstin –

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Die Künstlerin

Tote Gedanken auf Papier gezeichnet
im schwarzen Muster
bilden rote Tropfen Kreise
fließen von leichenstarren Armen
über blaubefleckte Finger
Kalte Augen beblicken leblos die Szene
verkennen die Schönheit
des Farbkontrastes

Leiser Wind bewegt Papier
aus Kreisen werden Parallelen
die formschöne Gitter ziehen
spiegeln das Gefängnis wieder
aus dem der Tod die Rettung war

Autor: Kerstin –

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Der perfekte Grillsamstag

10.00 Uhr:
Aufstehen

10.05 Uhr:
Blick aufs Außenthermometer. 20° oder mehr: TOP!

10.06 Uhr:
Blick aus dem Fenster. Blauer Himmel und Sonne: OBER-TOP!

10.10 Uhr:
Frühstück (aufgetaute Brötchen) und Zigarette.

10.30 Uhr:
Klo gehen.

11.00 Uhr:
Turnhose, Tennissocken und Badeschlappen anziehen und den Hof fegen! Oberkörper nackend. Handy nicht vergessen!!!

11.30 Uhr:
Das Pülleken haben wir uns jetzt aber verdient!

12.00 Uhr:
Altglas und Altpapier zum Container bringen.

12.10 Uhr:
Das Grillen beschließen. Ehefrau mitteilen: Sollten heute mal grillen! Danach etwas streiten, ob Gäste einladen oder nicht. Anschließend Gäste antelefonieren oder ansmsen.

Der Lebenslauf

Als ich geboren wurde, war ich noch sehr jung. Meine Eltern waren gerade nicht zu Hause. Sie waren auf dem Feld Kartoffeln holen. Es war zwar nicht unser Feld, aber wir holten dort immer unsere Kartoffeln. Mein Vater ist ein Alteingesessener, zur Zeit sitzt er gerade auch wieder wegen seines Glaubens. Er hat geglaubt seine Miete nicht bezahlen zu müssen. Ich war nicht alle Kinder die wir hatten. Wir waren zu Hause zwanzig Geschwister und zwar zehn Jungen, neun Mädchen und ein Blindgänger. Wir schliefen alle in einem Zimmer – mit Gasmaske. Das Handtuch stand gleich hinter der Tür. Da wir nur ein Bett hatten, war es mit dem Schlafen sehr schwierig. Das erste Kind wurde ins Bett gelegt und, wenn es eingeschlafen war, wieder herausgenommen und an die Wand gestellt. Dann kam das nächste an die Reihe. Nur mit dem Wecken war es schwierig. ich bin einmal 14 Tage stehen geblieben, was niemand auffiel.

Die Zweite

Eine Gruppe von Frauen und eine Gruppe von Männern fahren mit dem Zug zu einer Tagung. Jeder Mann besitzt eine Fahrkarte. Die ganze Gruppe der Frauen hat aber nur eine einzige Karte gelöst. Die Männer schütteln darüber nur den Kopf und freuen sich insgeheim darauf, dass die arroganten Frauen mal eins auf die Mütze bekommen. Plötzlich ruft eine der Frauen: Der Schaffner kommt! Daraufhin springen alle Frauen auf und zwängen sich in eine Toilette. Der Schaffner kontrolliert die Männer. Als er sieht, dass das WC besetzt ist, klopft er an die Tür: Die Fahrkarte bitte! Eine der Frauen schiebt die Fahrkarte unter der Tür durch, der Schaffner zieht zufrieden ab.

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